Als sich in den 1980er Jahren wieder mehr Leute für die Heimatgeschichte interessierten und nach der Geschichte des Heimatortes oder den Wurzeln ihrer Familien fragten, gab es auch in Seelbach engagierte Heimatfreunde, welche die Erforschung der örtlichen Vergangenheit sowie die Pflege des alten Brauchtums vorantreiben wollten. Besonders angeregt wurden sie von dem damaligen Dorferneuerungsplan, in dessen Mittelpunkt die Grundsanierung der Alten Schule stand. Schließlich fanden sich 21 Personen, die einen Heimatverein gründen wollten.
Am 20.Januar 1987 gründeten diese 22 Personen im alten Rathaus von Herbornseelbach den
Neuer Text
In dieser Versammlung wurde der erste Vorstand und Hans Benner, der schon in der Zeit vor der Gründung federführender Initiator war, zum Vorsitzenden des jungen Vereins gewählt. Innerhalb der folgenden Wochen besprachen und definierten die Vereinsmitglieder ihre Ziele und Arbeitsschwerpunkte, die auch schriftlich festgehalten wurden.
Eine Mitgliederversammlung beschloss am 24. Februar 1987 die Satzung des Heimat- und Geschichtsvereins Herborn-Seelbach
Im nächsten Jahr konnte ein erster großer Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielt werden. Die Alte Schule war saniert, zu einem Schmuckstück geworden und stellte wieder einen attraktiven Dorfmittelpunkt dar. Wie vorgesehen wurde darin am 6. Februar 1988 mit Unterstützung der Stadt Herborn das
Heimatmuseum Seelbach
eröffnet, das seitdem auf 2 Etagen ununterbrochen vom Heimat- und Geschichtsverein aufgebaut, gepflegt und betrieben wird.
Neben vielen anderen Aktivitäten, wie regelmäßiger Ortsgeschichtsforschung, Familienforschung, Arbeitseinsätzen, Wanderungen, Ausstellungen, Vorträgen bis hin zu Festen und anderen geselligen Gelegenheiten und nicht zuletzt der ununterbrochenen Herausgabe eines Mitteilungsblattes gab es 1999 noch einen besonders erwähnenswerten Erfolg für den Verein. Auf Vereinsinitiative und durch Engagement des Vereins wurde dem Herborner Ortsteil Seelbach im April 1999 ein
Ortswappen
verliehen und feierlich überreicht.
ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde durch:
- Quellenforschung und Familiengeschichte
- Vorträge und Ausstellungen
- Herausgabe eines Mitteilungsblattes
- Exkursionen
- Errichtung und Pflege eines Heimatmuseums
- Erhaltung der alten Dorfbilder, soweit dies irgend möglich ist Text
Die Aufgabe des Heimat- und Geschichtsvereins ist, wie es in der Satzung lautet,
die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde. Das bedeutet im Einzelnen:
Die aktiven Vereinsmitglieder forschen in Archiven, Bibliotheken, Museen, Privatsammlungen etc. nach neuen Erkenntnissen zur Seelbacher Vergangenheit. Auch mündliche Quellen werden mittels Interviews, Befragungen oder Gesprächen herangezogen und ausgewertet. Kirchenbücher und andere alte Unterlagen werden zur Familienforschung herangezogen. Ergebnisse davon sind Stammbäume von Familien oder Einzelpersonen sowie Familiengeschichten. Gerne werden Auskünfte an interessierte Personen gegeben. Wichtig ist die Erhaltung und Pflege des örtlichen Dialekts (Platt) und der alten Flurnamen.
Seit 1987 wird jedes Jahr mindestens 1 Mitteilungsblatt herausgegeben – die „Heimatnachrichten“. Darin werden Ergebnisse der Quellen- und Familienforschung publiziert, außerdem Berichte über die Vereinsaktivitäten und besondere Ereignisse, aktuelle Mitteilungen, Erinnerungen etc.
Aktive Vereinsmitglieder verwahren, verwalten und erhalten vorhandene historische Gegenstände aus Seelbach und der Umgebung. Da der Platz des Museums begrenzt ist, werden angebotene oder entdeckte Sammelgegenstände gezielt ausgewählt und den Sammlungen hinzugefügt. Manchmal muss verzichtet werden und manchmal müssen auch Gegenstände ausgesondert werden. Das Museum ist an ausgewählten Tagen geöffnet.
Der Verein pflegt neben den Gegenständen im Museum auch eine umfangreiche Sammlung alter Fotos, Bilder, Zeichnungen, Pläne. Oft werden neue Sammelstücke im Internet gefunden oder angeboten, in Privatbesitz, auf Auktionen, in Antiquitätenläden, auf Flohmärkten etc. Es werden öfter Reproduktionen angefertigt, Qualitätsstandards müssen eingehalten werden und Alles so aufbewahrt werden, dass es auch langfristig keinen Schaden nimmt. Von besonderer Bedeutung ist hier die Einhaltung des Urheberrechts.
Wenn irgendwie machbar, organisiert der Verein jährlich eine Ausstellung zu einem lokalhistorischen Thema. In unregelmäßigen Abständen werden geschichtliche Vorträge angeboten. Um zu sehen, was andere Heimat- und Geschichtsvereine leisten, sowie zur Horizonterweiterung werden Exkursionen zu historischen Stätten, Museen etc. angeboten.
Nicht nur Erforschung der Dorfvergangenheit ist Vereinsaufgabe, sondern auch das vertraut bleiben mit der dazugehörigen Natur und Gemarkung, mit Feld, Wald und Flur. Regelmäßig werden Wanderungen angeboten, auch zusammen mit anderen Vereinen. Und nicht zuletzt gehört auch ein geselliges Beisammensein, verbunden mit einem lebhaften Austausch der Mitglieder und mit Gästen über Heimat und Vergangenheit mit dazu. Highlights sind besonders Backesfeste oder Grenzgänge.
1. Vorsitzender
2. Vorsitzender
1. Beisitzer
2. Beisitzer
3. Beisitzer
4. Beisitzer
5. Beisitzer
Kasse
Schriftführer
Der Heimat- und Geschichtsverein bietet Raum für viele verschiedene Interessen. Bei allen Aktivitäten und Projekten können sich Jung und Alt einbringen. Mitarbeit und Hilfe ist fast überall im Verein möglich und gefragt. Neue Mitglieder, die auch aktiv mitarbeiten wollen, werden eingewiesen, angeleitet und bestens integriert. Einige Beispiele für die Mitarbeit:
- Unterstützung bei der Museumsarbeit
- Planung, Vorbereitung und Hilfe bei der Durchführung von Wanderungen oder den geselligen Ereignissen
des Vereins
- Mitarbeit bei Ausstellungen
- Hilfe bei Fotoarbeiten, Reproduktionen und Archivierung
- Archivarbeit angefangen vom Stadtarchiv Herborn in Schönbach bis zum Hessischen Hauptstaatsarchiv
Archiv in Wiesbaden
- Spontane Mitarbeit bei Projekten
- Recherchen in der Seelbacher Familien- und Personenforschung
- und vieles mehr…
- …und jedes Neumitglied bringt erfahrungsgemäß irgendein Wissen oder noch unbekannte Fakten mit
in den Verein. Dieses Wissen und das persönliche Interesse können vertieft und offene Fragen
beantwortet werden.
Wer sich nicht unbedingt aktiv beteiligen möchte, kann durch eine Mitgliedschaft im Heimat- und Geschichtsverein die Vereinstätigkeit anerkennen, fördern und unterstützen.